• Entscheider tauschen sich auf dem 29. Breitbandkongress aus
  • Rückkehr des Sammelinkassos möglich
  • Netzbetreiber passen sich an veränderte Marktbedingungen an


Lauchhammer, 18. September 2026
  – Bei seiner 29. Auflage demonstrierte der traditionelle Breitbandkongress des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) erneut seine große Bedeutung als Plattform für den direkten Austausch des TK-Mittelstands über wichtige Themen aus der Praxis. Auf der Mitgliederversammlung des FRK wurde die Verbandsspitze in ihren Ämtern bestätigt – ein Vertrauensbeweis, um gemeinsam die vielen Herausforderungen, vor allem im Glasfaserausbau, zu meistern. So schauen die mittelständischen Unternehmen des FRK positiv in die Zukunft – was nicht zuletzt auch an der möglichen Rückkehr des Sammelinkassos liegt.

Sammelinkasso auch von der Wohnungswirtschaft gewünscht

In der Mitgliederversammlung berichteten der Verbandsvorsitzende Ralf Berger und FRK-Justiziar Tim Staupendahl von der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, in der es um die Regelungen zum im Telekommunikationsgesetz verankerten Sonderkündigungsrecht sowie zur Abschaffung der Betriebskostenumlage über die Mietnebenkosten verhandelt wurden.

Die Verhandlung wurde ergebnisoffen geführt und die Nachfragen an die Sachverständigen griffen Aspekte der Angemessenheit und der Alternativen auf. Berger und Staupendahl halten es daher für möglich, dass die Verfassungsrichter diese Regelungen kippen könnten. Damit wäre der Weg frei für eine Rückkehr zum beliebten Sammelinkasso. „Das wäre sowohl für unsere Mitglieder als auch für die Wohnungswirtschaft eine enorme bürokratische Entlastung“, sagte Berger und betonte, dass viele Wohnungsunternehmen die Wiedereinführung des Sammelinkassos begrüßen.

Die zweite gute Nachricht für die FRK-Mitglieder: Die Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft Corint Media stehen kurz vor dem Abschluss. „Mit dem Ausgang der Verhandlungen sind wir sehr zufrieden“, erklärte Berger. „Die Gleichbehandlung mit anderen Verbänden stand im Mittelpunkt. Trotzdem konnten wir Punkte durchsetzen, die unseren Mitgliedern wichtig sind.“

Die Mitgliederversammlung quittierte die Arbeit des Vorstands mit der Wiederwahl Bergers als Vorsitzenden sowie Frank Plückhahn als dessen Stellvertreter und Franz Ziener als Schatzmeister. Für den ausgeschiedenen Daniel Niebuhr rückt Thomas Pester als weiterer stellvertretender Vorsitzender in den geschäftsführenden Vorstand. Der Gesamtvorstand wird durch die Beisitzer Rico Gerhardt, Franz-Josef Kukuk, Andreas Sack und Jens Einhardt ergänzt.

Lösungen und Produkte für den Infrastrukturwandel

Das Kongressprogramm war gespickt mit informativen Vorträgen zu den aktuellen Herausforderungen des TK-Mittelstands. Sie machten deutlich, wie sich die Branche an die veränderten Marktbedingungen anpasst und weiterhin dafür sorgt, dass der Glasfaserausbau in Deutschland vorankommt. „Deutschland steckt inmitten eines Infrastrukturwandels“, sagt Berger. „Die Politik ist hier nicht immer hilfreich, weshalb wir unsere Mitglieder umso intensiver dabei unterstützen, diesen Wandel mitzugestalten.“

Auf dem Breitbandkongress stellten Branchenexperten Lösungen vor, wie Netzbetreiber zum Beispiel die „Time to Revenue“ mit KI und ohne aufwendige IT-Projekte verkürzen können, damit gebaute Glasfaseranschlüsse schneller Umsätze generieren. Sie präsentierten innovative Anwendungen fürs Kundenmanagement oder für komfortable Planauskünfte und schnelle Fehleranalysen. Die Teilnehmer erhielten des Weiteren hilfreiche und praxisnahe Informationen etwa zu Schadenersatzforderungen oder die Modernisierung vorhandener Infrastrukturen.

Auf großes Interesse stieß vor allem die Keynote-Rede von Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der aconium, die als Projektträger für das Breitbandförderprogramm des Bundes zuständig ist. Brauckmüller stellte bei der Eröffnung des beliebten Branchentreffs am Abend des ersten Kongresstags mehrere Maßnahmen zur Verschlankung und Entbürokratisierung des Förderverfahrens vor, damit auch der geförderte Glasfaserausbau beschleunigt wird.

„Insgesamt haben wir im Vorstand durchweg positive Rückmeldungen von Ausstellern und Besuchern erhalten“, freut sich FRK-Vorsitzender Berger. „Jetzt widmen wir uns den Vorbereitungen für unser Jubiläum im nächsten Jahr.“ Der 30. Breitbandkongress des FRK findet am 15. und 16. September 2027 wieder im H4 Hotel in Leipzig statt.

Weitere Details zum diesjährigen Breitbandkongress finden Sie unter www.breitbandkongress-frk.de.

Der FRK auf LinkedIn. Jetzt folgen!

Pressekontakt:
Ralf Berger
Vorsitzender des FRK – Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation
Telefon: 03574 460693
Email: presse@kabelverband-frk.de
Geschäftsstelle: FRK e. V., Pestalozzistraße 11, 01979 Lauchhammer

Download Pressemeldung